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Donnerstag, 22. Dezember 2022

Im Remscheider Weihnachtscircus

 Die große Geburtstagsshow "CELEBRATIONS" im Remscheider Weihnachtscircus.

Es ist schon der 5. Remscheider Weihnachtscircus, das zweite Mal, dass ich dort war und ich war wieder begeistert.


Tolle Nummern und ein sehr kurzweiliges Programm.

                    

                    

Das Zelt war nicht so groß und hatte dadurch eine sehr gemütliche Atmosphäre.




Es war ein wunderbarer Abend mit meinen Lieben.






Das Programm läuft noch bis zum 08. Januar.
Meine Kamera hatte ich diesmal nicht mit, aber hier sind ein paar Eindrücke vom Handy.

Sonntag, 13. Dezember 2020

13. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch - Vier Kerzen im Advent

 Vier Kerzen im Advent

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.


Die erste Kerze seufzte und sagte: 
Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht." 
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: 
Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne." 
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. 
"Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen. 
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: "Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!" Und es fing an zu weinen.

Doch da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: 
"Hab keine Angst, den ich heiße Hoffnung. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden!"

Voller Freude nahm das Kind von der Kerze "Hoffnung" und zündete die anderen Kerzen wieder an.

Verfasser: unbekannt

Samstag, 12. Dezember 2020

12. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch! - Der Seelchenbaum

 Der Seelchenbaum

von Ferdinand Avenarius (1856-1923)
Bild von Couleur auf Pixabay 

Weit draußen, einsam im öden Raum 
steht ein uralter Weidenbaum
noch aus den Heidenzeiten wohl, 
verknorrt und verrunzelt, gespalten und hohl. 
Keiner schneidet ihn, keiner wagt
vorüber zu gehn, wenn's nicht mehr tagt, 
kein Vogel singt ihm im dürren Geäst, 
raschelnd nur spukt drin der Ost und West; 
doch wenn am Abend die Schatten düstern, 
hörst du's wie Sumsen darin und Flüstern.

Und nahst du der Weide um Mitternacht, 
du siehst sie von grauen Kindlein bewacht: 
Auf allen Ästen hocken sie dicht, 
lispeln und wispeln und rühren sich nicht.
Das sind die Seelchen, die weit und breit 
sterben gemusst, eh' die Tauf' sie geweiht: 
Im Särglein liegt die kleine Leich', 
nicht darf das Seelchen ins Himmelreich. 
Und immer neue, - siehst es du? - 
in leisem Fluge huschen dazu.

Da sitzen sie nun das ganze Jahr 
wie eine verschlafene Käuzchenschar. 
Doch Weihnachts, wenn der Schnee rings liegt 
und über die Länder das Christkind fliegt, 
dann regt sich's, pludert sich's, plaudert, lacht, 
ei, sind unsre Käuzlein da aufgewacht! 
Sie lugen aus, wer sieht was, wer? 
Ja freilich kommt das Christkind her! 
Mit seinem helllichten Himmelsschein 
fliegt's mitten zwischen sie hinein:
»Ihr kleines Volk, nun bin ich da -
glaubt ihr an mich?« Sie rufen: »Ja!« 
Da nickt's mit seinem lieben Gesicht 
und herzt die Armen und ziert sich nicht. 
Dann klatscht's in die Hände, schlingt den Arm 
ums nächste - aufwärts schwirrt der Schwarm
ihm nach und hoch ob Wald und Wies' 
ganz graden Weges ins Paradies.

Freitag, 11. Dezember 2020

11. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch!- Die Legende vom Strohstern

Die Legende von Strohstern

Bild von Bruno /Germany auf Pixabay

Als die Hirten auf den Feldern Bethlehems von der Geburt des Kindes gehört hatten, machten sie sich gleich auf den Weg, um es zu sehen. Auf dem Heimweg überlegten sie, was sie dem Kind bei ihrem nächsten Besuch schenken wollten: frische Schafsmilch, Mehl, Fett und ein warmes Fell. 
Nathaniel, der kleinste Hirtenjunge, hatte nichts zum Verschenken. Das machte ihn traurig. Als er auf seinem Strohbündel lag, konnte er lange nicht einschlafen. Immer musste er an das Kind im Stall denken. Von draußen leuchtete hell der Weihnachtsstern auf sein Lager und tauchte die einzelnen Strohhalme in sein warmes Licht. Da wusste Nathaniel plötzlich, was er dem Kind schenken konnte: einen Stern aus Stroh!
Leise, um die anderen nicht zu wecken, stand er auf. Mit einem Messer schnitt er ein paar Halme zurecht und legte sie zu einem Stern zusammen. Mit einem Wollfaden band er die Halme zusammen. 
Am nächsten Tag, als die Hirten gemeinsam aufbrachen, trug Nathaniel den kleinen Stern aus Stroh vorsichtig in seinen Händen. Er wartete, bis die anderen ihre Geschenke dem Kind in die Krippe gelegt hatten. Dann trat er zu dem Kind und hielt ihm mit zitternden Händen seinen Strohstern hin. 
Das Kind hielt den Stern fest und lächelte ihn an. Da wurde auch Nathaniel sehr froh.

Donnerstag, 10. Dezember 2020

10.Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch! - Es war keine Liebe drin

 Es war keine Liebe drin 

Es war einem Tage kurz vor Weihnachten auf einem Rundgang durch ein Altenheim.
Zu dem Zimmer eines alten Herrn, der alleine für sich wohnte, war vor einer Viertelstunde noch die Paketpost heraufgekommen. Darum wunderte ich mich nicht, dass auf mein Klopfen zunächst keine Antwort kam. "Aha, das Weihnachtspaket!" dachte ich. Tatsächlich, als es endlich hiess: "Herein!" stand der alte Herr vor dem Tisch und stocherte in dem eben geöffneten Paket. Man sah auf den ersten Blick, dass es ein reiches Paket war. Später hörte ich, dass die Absenderin, die Tochter des alten Herrn, eine reiche Geschäftsfrau war. 

Damals litten alle Leute Not und Mangel. Es war die Hungerzeit nach den Zweiten Weltkrieg. Doch in diesem Paket sah man Zigarren, Taback, Cognac, Rotwein, gefütterte Schuhe, warme Sachen - alles was man sich ersehnen konnte. Der alte Herr aber machte zu all dem nur ein mürrisches Gesicht. Kein Fünkchen Freude war zu sehen. "Aber, Herr Becker", sagte ich jetzt, "wie kann man vor solch einem Weihnachtspaket solch ein trauriges Gesicht machen? Da ist doch alles Gute drin!" Da sah mich der alte Herr an und sagte: "Da ist keine Liebe drin!" 

Dann begann er von der reichen Tochter zu erzählen. Sie hatte das Paket von den Angestellten packen lassen. Sie hatte eine billige, vorgedruckte Weihnachtskarte geholt und darunter geschrieben: "Deine Tochter Luise und Schwiegersohn". Sonst nichts, kein persönlicher Weihnachtswunsch, kein Besuch, keine Einladung: "Feiere das Fest mit uns!" 

Die bestens ausgesuchten Geschenke waren Stück für Stück noch mit den Preisschildern versehen, damit der alte Vater merken sollte, was man für ihn ausgegeben hatte. Er hatte recht: "Es ist keine Liebe darin!" Die schönsten und reichsten Geschenke sind nichts wert und können keine Freude machen, wenn keine Liebe darin ist.

Von Wilhelm Busch

Mittwoch, 9. Dezember 2020

09. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch! - Die Geschichte von Lametta

 Die Geschichte vom Lametta




Autor: unbekannt

 Weihnachten naht, das Fest der Feste-
Das Fest der Kinder - Fest der Gäste-
Da geht es vorher hektisch zu.....
Von Früh bis Abend - keine Ruh -
Ein Hetzen, Kaufen, Proben, Messen -
Hat man auch niemanden vergessen...?

So geht es mir - keine Ahnung habend -
Vor ein paar Jahren - Heiligabend -
der zu dem noch ein Sonntag war.
Ich saß grad bei der Kinderschar,
da sprach mein Weib: "Tu dich nicht drücken,
Du hast heut noch den Baum zu schmücken!"

Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon geschwitzt:
Den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt -
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne,
Zum Schluss ---- ja Himmelwetta......!
Nirgends fand ich das Lametta!

Es wurde meiner Frau ganz heiß
und stotternd sprach sie: "Ja, ich weiß,
im letzten Jahr war es arg verschlissen -
Drum habe ich es weggeschmissen.
Und - in dem Trubel dieser Tage,
bei Arbeit, Müh und Plage -
Vergaß ich, Neues zu besorgen!
Ich werde was vom Nachbarn borgen!

Die Nachbarn - links, rechts, drunter, drüber -
die hatten kein Lametta über!
Da schauten wir uns an verdrossen;
Die Läden sind ja auch geschlossen....

"Hört zu! Wir werden heuer haben
einen Baum -- altdeutscher Stil,
Weil ... mir Lametta nicht gefiel..."
Da gab es Heuler, Schluchzer, Tränen...
und ich gab nach den Schmerzfontänen:
"Hört endlich auf mit dem Gezeta ---
ihr kriegt nen Baum - mit viel Lametta!"

Zwar konnt ich da noch nicht begreifen,
woher ich nehm die Silberstreifen...!
Doch grade, als ich sucht - mein Messa -
da las ich: "Hengstenberg MILDESSA"..
Es war die Sauerkrautkonserve!
Ich kombinier mit Messers Schärfe:
Hier liegt die Lösung eingebettet,
das Weihnachtsfest, es ist gerettet!!!!

Schnell wurde der Deckel aufgedreht,
das Kraut gepresst, so gut es geht -
zum Trocknen - einzeln - aufgehängt-
und dann geföhnt, -- doch nicht versengt!!
Die trocknen Streifen, sehr geblichen
mit Silberbronce angestrichen -
Auf beiden Seiten, Silberkleid!
Oh freue Dich, Du Christenheit!

Der Christbaum war einmalig schön,
Wie selten man ihn hatte gesehen!
Zwar rochs süßsauer zur Bescherung,
geruchlich gabs ne Überquerung,
weil mit Benzin ich wusch die Hände,
mit Nitro reinigt die Wände,
dazu noch Räuscherkerzen und Myrthe -
Der Duft die Menge leicht verwirrte!
Und Jemand sprach still, verwundert:
"Hier riechts nach technischem Jahrhundert!"

Ne Woche drauf! .. Ich saß gemütlich
im Sessel, las die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertage-Reste --
es war wieder Sonntag - und Sylvester.

Es sprach mein Weib: "Du weißt Bescheid?!
Es kommen heut zur Abendzeit
Schulzes, Lehmanns und Herr Meier
zu unserer Sylvesterfeier..."
Wir werden leben wie die Fürsten --
es gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten!!"
Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut:
"Am Christbaum hängt mein Sauerkraut!!
Vergessen, Neues zu besorgen!
Ich werde was vom Nachbarn borgen!"
Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber -
die hatten - leider - keines über!
Da schauten wir uns an verdrossen:
Die Läden sind ja auch geschlossen!!

Und so ward wieder ICH der Retter
nahm ab vom Baum das Lametta!
Mit Terpentinöl und Bedacht
hab ich das Silber abgemacht.
Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert,
dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz!
Dann, als das Ganze sich erhitzte -
das Kraut das funkelte und blitzte -
da konnte ich nur nach oben flehen:
Lass diesen Kelch vorübergehen...!

Als später dann das Kraut serviert
ist auch noch folgendes passiert:
Als eine Dame musste niesen
sah man aus ihrem Näschen sprießen
tausend kleine Silbersterne...
"Machs noch einmal, ich seh das so gerne.."
so rief man ringsum, hocherfreut -
die Dame wusste nicht Bescheid!

Franziska Lehmann sprach zum Franz:
"Dein Goldzahn hat heut Silberglanz!"
Und einer, der da musste mal
der rief: "Ich hab nen Silberstrahl!"
So gabs nach dieser Krautmethode
noch manche nette Episode!

Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
"Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär die Wohnung noch viel netter
hättest du am Weihnachtsbaum Lametta!!!"
Ich konnte da gequält nur lächeln
und mir noch frische Luft zufächeln.
Ich sprach - und klopfte ihm aufs Jäckchen:
"Im nächsten Jahr, da kauf ich 100 Päckchen!!"

Dienstag, 8. Dezember 2020

08. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch! - Virginia und Der Weihnachtsmann



Virginia und der Weihnachtsmann


Die achtjährige Virginia aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb Sie an die Tageszeitung New York Sun einen Brief: 

"Ich bin 8 Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der Sun steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann? 

Virginia O'Hanlon" 

Der Chefredakteur Francis Church antwortete selber auf Virginias Anfrage - auf der Titelseite der Sun: 

"Virginia, 

Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit Ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie - gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.

Gewiss, Du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weichnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weichnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts.

Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken - geschweige denn sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönsten Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter zu erkennen sein.

"Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger. Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. 

Frohe Weihnacht, Virginia! 

Dein Francis Church" 

Von Virginia O'Hanlon und Francis Church / New York Sun
Der Briefwechsel zwischen Virginia O'Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert, alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung gedruckt. 
Die Sun wurde 1950 eingestellt.

Montag, 7. Dezember 2020

07. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch! - Der Brief an das Christkind

 Der Brief an das Christkind

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Felix ist sieben Jahre alt und kann heuer zum ersten Mal seinen Brief an das Christkind selber schreiben. Lange sitzt er da und schreibt, endlich aber ist er fertig. Seine Mutter soll den Brief lesen, bevor er ihn ins Fenster legt.
 
Da steht:
"Liebes Christkind, ich wünsche mir von Dir eine elektrische Eisenbahn, ein Tretauto, eine Skiausrüstung, ein spannendes Buch, einen Zauberkasten, Malstifte, Pfeil und Bogen, Boxhandschuhe und viele Süßigkeiten. Dein Felix." 

Die Mutter schüttelt den Kopf und sagt: "Ist das nicht ein bisschen Zuviel, Felix?"

Doch das findet er nicht, und er legt am Abend den Brief ins Fenster. Dann wartet er ungeduldig auf Weihnachten. 
Als am Heiligen Abend die Weihnachtsglocke leise durch das Haus bimmelt, stürmt Felix ins Wohnzimmer, wo der Christbaum und die Geschenke stehen. 
Da liegen für ihn ein Paar Ski und ein Zauberkasten - und ein Brief. Hastig reißt Felix den Umschlag auf und liest: 

"Lieber Felix, in Deinem Brief waren so viele Geschenkvorschläge, dass es für drei Kinder zum Beschenken gereicht hat. Ich danke Dir dafür. Fröhliche Weihnachten wünscht Dir das Christkind."
Felix ist ganz still geworden. Er schämt sich ein bisschen. 

Ob er im nächsten Jahr wohl noch einmal so viele Sachen auf die Wunschliste schreibt?

Verfasser unbekannt
Quelle: www.internet-maerchen.de

Sonntag, 6. Dezember 2020

06. Dezember - Mein Adventskalender für Euch! - Nikolaus

 Nikolaus

Bild von Couleur auf Pixabay


Der echte Sankt Nikolaus lebte 340 nach Christus als Bischof im türkischen Myra. Er galt als barmherzig und sehr mildtätig: Alles, was er besaß und darüber hinaus noch erbetteln konnte, verschenkte er an Arme und an Kinder. 

Hier findet Ihr eine wundervolle Geschichte über den Nikolaus:



Dieses Gedicht habe ich als Kind dem Nikolaus aufgesagt,
Ihr vielleicht auch?


Knecht Rupprecht

Von drauß vom Walde komm' ich her;
 Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
 Allüberall auf den Tannenspitzen
 Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
 Und droben aus dem Himmelstor
 Sah mit großen Augen das Christkind hervor,

 Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
 Da rief's mich mit heller Stimme an:
 "Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
 Hebe die Beine und spute dich schnell!
 Die Kerzen fangen zu brennen an,
 Das Himmelstor ist aufgetan,
 Alt' und Junge sollen nun
 Von der Jagd des Lebens ruhn;
 Und morgen flieg' ich hinab zur Erden,
 Denn es soll wieder Weihnachten werden!"

 Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
 Meine Reise fast zu Ende ist;
 Ich soll nur noch in diese Stadt,
 Wo's eitel gute Kinder hat." -
 "Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
 Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;
 Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
 Essen fromme Kinder gern." -

 "Hast denn die Rute auch bei dir?"
 Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
 Doch für die Kinder nur, die schlechten,
 Die trifft sie auf den Teil, den rechten."
 Christkindlein sprach: "So ist es recht;
 So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"

 Von drauß vom Walde komm' ich her;
 Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
 Nun sprecht, wie ich's hierinnen find'!
 Sind's gute Kind, sind's böse Kind?
Theodor Storm (1817 - 1888)



Ich wünsche Euch einen schönen Nikolaustag!
Patricia

Samstag, 5. Dezember 2020

O5. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch! - Der kleine Baumwollfaden

 Der kleine Baumwollfaden

Bild von congerdesign auf Pixabay

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der war mit sich und der Welt unzufrieden. Er hatte Angst, dass es mit ihm einfach zu nichts reicht, so wie er war:

"Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz; - um an andere anzuknüpfen - dazu habe ich zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, denn dazu bin ich zu blass und farblos. - Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so? - Es reicht einfach zu nichts! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich. Und ich mag mich selbst am aller wenigsten." So sprach der kleine Baumwollfaden und dann legte er traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Türe und sagte: "Lass dich doch nicht so hängen, Baumwollfaden. Ich weiß etwas. Ich habe da eine Idee: wir beide tun uns zusammen! Für eine lange Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz, und ich habe dafür nicht genug Wachs. Aber für ein Teelicht reicht es allemal! Das wärmt und macht ein bisschen heller. - Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden als immer nur im Dunkeln zu sitzen, zu schimpfen und zu jammern."

Da war der Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn bekommen!"

Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun, ein kleines Licht anzünden und leuchten.

Verfasser: unbekannt


Freitag, 4. Dezember 2020

04. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch - Mäuse im Schreibtisch

 Mäuse im Schreibtisch

Nun ist die Plätzchenbäckerei
wohl überall im Gange
auch meine Frau war jüngst dabei,
in frohem Tatendrange.

Und die Dose, wohlverwahrt,
versteckt vor unserm Schlingel,
sind die Figuren aller Art;
die Herzen, Sterne, Kringel.

Geschützt vor jedem Zugriff rings,
vor jähem Überfalle,
steht das Gefäß im Schreibtisch - links,
und ist tabu für alle.

Jüngst kam Besuch, Frau Engelhardt;
man griff zur Plätzchendose -
und meine Frau war wie erstarrt;
die liebe Ahnungslose.

Sie blickte ins Gefäß hinein,
und dann zu mir und lachte:
"Im Schreibtisch müssen Mäuse sein,
viel mehr noch als ich dachte!"

Es war nur noch ein Kringelrest,
ich sah es mit Erschrecken!
Was müssen Plätzchen vor dem Fest,
auch so vorzüglich schmecken!!

Verfasser: Unbekannt


Donnerstag, 3. Dezember 2020

03. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch - Nussknacker

 Nussknacker, du machst ein grimmig Gesicht

ich aber, ich fürchte vor dir mich nicht. 
Ich weiß, du meinst es gut mit mir, 
drum bring' ich meine Nüsse dir. 
Ich weiß, du bist ein Meister im Knacken: 
Du kannst mit deinen dicken Backen 
gar hübsch die harten Nüsse packen 
und weißt sie vortrefflich aufzuknacken. 
Nußknacker, drum bitt' ich, bitt' ich dich, 
hast bessere Zähn' als ich, Zähn' als ich. 
O knacke nur, knacke nur immerzu, 
ich will dir zu Ehren die Kerne verzehren. 
O knacke nur, knack knack knack! Immerzu! 
Ei, welch ein braver Kerl bist du! 

Hoffmann v. Fallersleben (1798 - 1872)


Was für ein schönes altes Gedicht! 

Aber kennt Ihr eigentlich Hoffmann v. Fallersleben?

Er war ein früher Liedermacher, ein fahrender Sänger, ein Wolf Biermann, Hannes Wader oder Franz Josef Degenhardt des 19. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten, aber auch noch nach seinem Tode hatte er es mit der Zensur zu tun. Seine Gedichte waren lange verboten.
Hoffmann von Fallersleben wurde zum Sänger der Revolution 1848. Seine Lieder waren in aller Munde.

Wahrscheinlich kennt Ihr ihn als Autor unseres Deutschlandliedes.
Er hat es am 26. August 1841 auf der – seinerzeit britischen – Insel Helgoland gedichtet. Das Lied wurde am 5. Oktober 1841 auf dem Jungfernstieg in Hamburg erstmals öffentlich gesungen.

Liebe Grüße von Patricia


Mittwoch, 2. Dezember 2020

02. Dezember 2020 - Mein Adventskalender für Euch - Der Advenzkranz

Woher kommt  eigentlich der Brauch des Adventskranzes?


Der Adventskranz kann auf eine lange Tradition blicken. 
Erfunden hat ihn Johann Hinnrich Wichern im Jahr 1839. Er war nicht nur Theologe, sondern auch Pfarrer und Erzieher. Er betreute in Armut lebende Kinder, die täglich fragten, wann Weihnachten sei. Aus einem alten Wagenrad baute er daraufhin einen Adventskranz, der rote Kerzen für jeden Tag und vier große weiße Kerzen für jeden Adventssonntag trug.
Der Adventskranz ist demzufolge eine Art Kalender, der die Adventssonntage ankündigt und auf Weihnachten vorbereitet.

Dieses und mehr Wissenswertes über den Adventskranz findet ihr hier: